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Was macht uns glücklich?

Erfahrungsbericht von Madeleine, 30 Jahre alt, Kinder im Alter von: 1,5

Als ich schwanger war, war für mich von Anfang an klar, dass ich nach einem Jahr wieder arbeiten gehen würde. Es gab ja schließlich auch nur Elterngeld für ein ganzes Jahr. Erst als unser kleiner Schatz 5 Monate alt war und wir uns langsam über den Kita Platz und Zeitpunkt der Eingewöhnung Gedanken machten, merkten wir, dass vieles nicht zusammenpasste oder nicht zusammenpassen wollte. Wir konnten uns nicht entscheiden, in welche Kita unsere Kleine gehen sollte. Keine war irgendwie gut genug. Wir hatten viele Gespräche mit Erzieherinnen geführt und die Kitas besichtigt. Nachdem ich dann mit meinem Mann ein Video bei youtube mit dem Titel: "Mit einem Jahr in die Kita?" ansah, entschlossen wir uns, unsere Tochter erst mit 1,5 Jahren in die Fremdbetreuung zu geben. Nach langer Suche fanden wir eine liebe Tagesmutter in unserer Nähe und waren unendlich froh über unsere Entscheidung des späteren Zeitpunktes und der Art der Fremdbetreuung.

Doch auch noch Monate nach Vertragsunterschrift und kurz bevor es losgehen sollte, kamen in mir immer wieder Zweifel auf. Werden die Spielsachen bei der Tagesmutter die Richtigen sein? Wie wird sie auf meine Kleine eingehen, wenn sie Kummer hat? Wird sie oft krank sein? Was mache ich, wenn sie krank ist und ich eigentlich auf Arbeit gehen sollte? Werde ich genug Zeit für sie finden, wenn ich oder wir von Arbeit kommen? Wird die Zeit noch schneller rasen?
Ich wollte sie gern nur am Vormittag bei der Tagesmutter lassen, damit ich noch genug Zeit für meine Tochter habe. Aber irgendwie konnte ich mir noch schwer vorstellen, dass das mit meiner Arbeit immer so vereinbar sein sollte. Immer öfter kam mir dann der Gedanke, doch noch länger zuhause zu bleiben. Doch ich konnte mir auch das noch schwer vorstellen, weil ich so wenig Freundinnen oder Bekannte in meinem Umfeld hatte, die von dieser Erfahrung berichteten und es auch nicht von meinem familiären Umfeld her kannte. Oft konnte ich zu dem Zeitpunkt nachts nicht gut schlafen, da ich mit einem unguten Gefühl und dem Gedanken an die Fremdbetreuung aufwachte. Mir wurde dann oft heiß und kalt und ich fühlte mich hundeelend.

Mein Mann merkte, dass mich das beschäftigte und wir überlegten gemeinsam, ob es finanziell theoretisch möglich wäre, dass ich meine Elternzeit bis zum 3. Lebensjahr verlängere. Wir stellten fest, dass wir dann zwar nicht viel ansparen könnten, aber es auf jeden Fall reichen würde. Das beruhigte mich schon mal innerlich. Aber mir fehlte einfach über viele Wochen noch der Mut diesen Schritt zu gehen und ein weiteres, bereits 2. Mal eine Verlängerung meiner Elternzeit einzureichen. Ein Gespräch mit Romy vom Nestbau gab dann den entscheidenden Wendepunkt. Sie bestärkte uns in unserem Gefühl, dass es das richtige für unsere Tochter wäre, wenn sie länger bei uns bliebe und zeigte uns noch weitere gute Gründe, wie z.B die Bindung zu ihr, auf. Nach diesem Gespräch fasste ich dann endlich Mut und entschied mich für eine weitere Verlängerung der Elternzeit. Mein Arbeitgeber war sofort einverstanden damit und konnte es auch nachvollziehen. Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich sagen, dass ich gemeinsam mit meinem Mann diese Entscheidung nicht bereut habe. Es gibt immer auch anstrengende Tage mit dem Kind, aber die gibt es auch mit einem unter Dreijährigen, das in die Kita geht.

Ich genieße die viele Zeit mit unserer Tochter so sehr und bin mir immer wieder bewusst, dass das nicht für ewig so sein wird. Ich kann und darf ihr Vorbild sein, kann sie sich entwickeln und aufwachsen sehen, sie immer mehr verstehen und kennen lernen. Zudem kann ich viel draußen mit ihr sein, an der frischen Luft und werde nicht 8 Stunden vor einem Bildschirm hocken. Ich schenke ihr meine Zeit und sie schenkt mir ihre. Ich bin unendlich dankbar über das Gespräch mit Romy und über unsere Entscheidung. Es wird bestimmt eine der besten Zeiten meines Lebens.

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