Ich halte nichts davon, Kinder auszugrenzen- was wir aber mit der Zwangsvoraussetzung der Masernimpfung tun. Den Eltern wird schon bei den Einjährigen ein derartiger Druck gemacht, dass die Kinder nicht genommen werden können, wenn noch keine Masernimpfung da ist. Das stimmt nicht, denn wenn der Arzt bescheinigt, dass das Kind gerade krank ist und sobald es wieder gesund ist geimpft werden kann, es gar kein Problem darstellt.
Erzieher sein heißt, viel Arbeit nach der Arbeit zu Hause zu haben, was einem keiner bezahlt. Die Fortbildungen nicht zu vergessen, die natürlich volle 8 Stunden eine ganze Woche lang oder auch 2 gehen- ganz egal, ob man eigentlich nur in Teilzeit arbeitet. Das hat uns als Familie nicht gutgetan. Den Kindern zu Hause musste ich ja auch noch mit ihren Schulaufgaben helfen, Haushalt und Grundstück nicht zu vergessen.
Zu guter Letzt ging es darum, 4 Tage lang auf Fortbildung weg zu fahren, während die Kita, die auch zwei unserer Kinder besuchten, wegen der Fortbildung geschlossen hatte. Es ist eine Riesenaufgabe drei Kinder unterzubringen: mein Partner muss ja auch auf Arbeit oder ist gezwungen Urlaub zu nehmen- diese Tage fehlen uns dann wiederum vom gemeinsamen Urlaub als Familie.
Außerdem wurde ich wegen ständigem Personalmangel immer mehr in den Kindergartenbereich und den Hort abgezogen. Diese haben beide ein offenes Konzept- also Räume wo die Kinder überall hin dürfen. Ich selbst bin aber allein und kann nicht überall gleichzeitig sein! Im Hort herrscht durch dieses undurchdachte Konzept ein enorm hoher Lärmpegel und es dreht die Kinder wahnsinnig auf. Ich musste außerdem trauriger Weise feststellen, dass wenn wir beide arbeiten gehen, wir nicht mehr Geld zur Verfügung haben, sondern lediglich aus Wohngeld und Kinderzuschlag rausfallen, sodass wir unterm Strich weniger Geld hatten.
Eines unserer Kinder (damals 6 Jahre alt) hat auch immer wieder gesagt: ,,Aber Mama warum musst du arbeiten gehen, der Papa geht doch arbeiten!“ Gerade dieses Kind war immer wieder krank. Es war ein ziemlicher Aufwand, die Kinder so unter zu bekommen, dass ich trotzdem arbeiten gehen konnte. Bis dahin, dass ich erlebt habe, wie mein Mann (von der Nachtschicht gekommen) im Schlafzimmer schlief und die kranke Sechsjährige den Auftrag hatte, wenn etwas ist, sich bei Papa zu melden und sich ansonsten leise zu beschäftigen.
Mir gefiel es auch nicht die beiden Kindergartenkinder jeden Morgen unter Druck zu setzen, sich zu beeilen, weil ich ja auf Arbeit musste. Den damals 3- Jährigen zog ich dann einfach an, damit es schneller ging, obwohl er das bereits alles allein konnte- er war mir aber nicht schnell genug...